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Neurochirurgische Klinik der Charité – Universitätsmedizin Berlin installiert den ersten mobilen CT-Scanner Airo® in Europa

Berlin / Deutschland, 07. Mai 2014 – Als erstes Krankenhaus in Europa installiert die  Neurochirurgische Klinik der Charité den mobilen Computertomographen (CT) Airo, der speziell für die intraoperative Nutzung konzipiert wurde. Während eines Eingriffes haben Prof. Dr.. Peter Vajkoczy und sein Ärzteteam mit Airo nun die Möglichkeit diagnostische 3D-Daten jederzeit zu aktualisieren.Der mobile CT-Scanner Airo, der an der Berliner Charité erstmals in Europa installiert wird, ist speziell für die Nutzung während der Operation entwickelt worden.

Mit einem Innendurchmesser von 107 cm bietet Airo um etwa ein Drittel mehr Platz für die Patientenlagerung als herkömmliche CT-Scanner. „Wir können den Patienten jetzt so lagern, wie es die jeweilige Operation erfordert, selbst wenn es eine halbsitzende Position ist”, erklärt Prof. Dr. med. Peter Vajkoczy, Direktor der Klinik für Neurochirurgie der Charité Berlin.

Je nach Bedarf kann Airo schnell und sicher von einem OP in den nächsten transportiert werden. Der Scanner passt problemlos durch jede normale Tür. Ein elektrisch angetriebenes Rad sowie eine nach vorne gerichtete Kamera tragen dazu bei, den Transport einfach und sicher zu machen.
Ein weiterer Vorteil liegt in der hohen Qualität der Aufnahmen von knöchernen Strukturen sowie Weichteilgeweben. Mit einem Scanvolumen von bis zu 50 cm Durchmesser und 100 cm Länge kann das Gerät z.B. die gesamte Wirbelsäule mit einer Aufnahme abbilden.

Operations-Ergebnis bereits im OP-Saal

Damit der Operateur das Operationsergebnis beurteilen kann, muss der Patient im Anschluss nicht mehr zu einem festinstallierten Scanner in die Radiologie transportiert werden. „Wir wollen bereits vor Abschluss eines Eingriffs sicher wissen, inwiefern das Operationsziel erreicht wurde, nicht erst danach. Genau dies ermöglicht uns der mobile CT-Scanner Airo.“, sagt Prof. Vajkoczy. Durch die Kontrolle im OP können etwaige Korrekturen direkt vorgenommen werden, so dass potenziell weniger häufig Folgeeingriffe notwendig werden. Für die Patienten bedeutet dies in der Regel einen kürzeren Krankenhausaufenthalt.

Die Charité will das System insbesondere dafür nutzen, Schrauben bei Wirbelsäulenstabilisierungen genau und weniger invasiv platzieren zu können. Auch bei der tiefen Hirnstimulation und bei der operativen Entfernung von Hirntumoren soll das neue Gerät zum Einsatz kommen.

 „Die Vorteile der intraoperativen Tomographie sind seit Jahren bewiesen. Der Ansatz eines mobilen CT hat sich dennoch bislang nicht durchgesetzt, da die Geräte nicht an die OP-Begebenheiten und an die Bedürfnisse der Chirurgen angepasst waren“, erläutert Stefan Vilsmeier, Vorstandsvorsitzender von Brainlab. „Genau hier setzt Airo an: Das Gerät ist so konzipiert, dass es sehr leicht zu bedienen ist und sich reibungslos mit anderen OP-Systemen wie der Navigationstechnologie verbinden lässt. So kann der Chirurg sich optimal auf den Eingriff und den Patienten konzentrieren.”

Airo hat kürzlich den Red Dot Design Award erhalten hat und ist Finalist für den Medical Design Excellence Award 2014.
Mehr Informationen über den Airo Mobile CT finden Sie unter:www.brainlab.com/airo


Über die Charité – Universitätsmedizin Berlin

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin ist mit rund 3.100 Betten eine der größten Universitätskliniken Europas. Zur Charité gehören vier Standorte mit 100 Kliniken und Instituten. 2013 wurden hier mehr als 140.000 stationäre Fälle und über 615.000 ambulante Fälle behandelt. Mit konzernweit rund 16.700 Mitarbeitern gehört die Charité zu den größten Arbeitgebern Berlins. Die Universitätsklinik  erwirtschaftet einen Jahresumsatz von gut 1,3 Milliarden Euro. Die Bereiche Forschung, Lehre und Krankenversorgung sind eng miteinander verzahnt und arbeiten interdisziplinär zusammen. 2012 verfügte die Charité über 154 Millionen Euro an eingeworbenen Drittmitteln sowie 189 Millionen Euro Landeszuschuss für Forschung und Lehre. An einer der größten medizinischen Fakultäten Deutschlands studieren über 7.000 zukünftige Mediziner und Zahnmediziner.
www.charite.de

Über Brainlab

Brainlab, mit Hauptsitz in Feldkirchen/München, entwickelt, produziert und vertreibt softwaregestützte Medizintechnik für präzise, minimal-invasive Eingriffe. Diese Technologie erweitert kontinuierlich die Behandlungsmöglichkeiten in den Bereichen Neurochirurgie, Onkologie, Orthopädie, Traumatologie, HNO, Mund-, Kiefer-, Gesichts- und Wirbelsäulenchirurgie.
Das 1989 gegründete, mittelständische Unternehmen beschäftigt rund 1.200 Mitarbeiter an 17 Standorten weltweit und ist mit mehr als 5.000 installierten Systemen in über 95 Ländern unter den Marktführern.
Weitere Informationen finden Sie unter www.brainlab.com.

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