Adaptive Hybrid Surgery

RADIOCHIRURGISCHE EINGRIFFE

Adaptive Hybrid Surgery wurde speziell für die multimodale Behandlung benigner Schädelbasistumore entwickelt und dient dem Ausgleich zwischen chirurgischem Risiko und radiochirurgischer Toxizität.

 

Adaptive Hybrid Surgery wurde speziell für die multimodale Behandlung benigner Schädelbasistumore entwickelt und dient dem Ausgleich zwischen chirurgischem Risiko und radiochirurgischer Toxizität.
Herausforderungen bei der Behandlung großer benigner Schädelbasistumore

INTEGRIERTE BEHANDLUNG: CHIRURGIE UND RADIOCHIRURGIE

Lange Zeit galten chirurgische Eingriffe mit Komplettresektionen als Standardbehandlung bei den meisten benignen Hirntumoren, trotz damit verbundener Komplikationen, wie z. B. Invaliditäts- und Morbiditätsrisiken. Heutzutage kann über die Hälfte aller benignen Hirntumore mit weniger radikalen chirurgischen Eingriffen entfernt werden, wobei zusätzliche Behandlungen, wie stereotaktische Bestrahlungen, erforderlich sind, um eine möglichst hohe Tumorkontrolle zu erzielen. Es gibt jedoch keinen allgemeinen Konsens darüber, wann eine Resektion Erfolg versprechend und eine nachfolgende radiochirurgische Behandlung sicher ist. Chirurgische Resektionen sollten stets unter fachlicher Anleitung bzw. mit vorheriger Zustimmung erfolgen, um die Risiken so gering wie möglich zu halten. Andernfalls könnte dies zu einer erhöhten Morbität und zu irreversiblen neurologischen Schäden führen. Mit Adaptive Hybrid Surgery Analysis können SRS-/RT-Behandlungspläne automatisch berechnet und visualisiert werden und somit die Vorteile von Chirurgie und Radiochirurgie kombiniert werden.

  • Sofortige Durchführbarkeitsanalyse von adjuvanter Radiochirurgie
  • Vollständiger Behandlungs-Workflow von der Planung bis zur intraoperativen Entscheidungsfindung
  • Unterstützung der interdisziplinären Zusammenarbeit
  • Vorab-Integration der Radiochirurgie, um späte Patientenüberweisungen und eingeschränkte Behandlungsoptionen zu vermeiden
Bestimmung des Umfangs der geplanten subtotalen Resektion unter Berücksichtigung der Radiotoxizität

OBJEKTIVES KRITERIUM FÜR DEN UMFANG EINER SUBTOTALEN RESEKTION

Brainlab bietet eine vollständige Palette an automatisierten Tools, die Neurochirurgen zu jedem beliebigen Zeitpunkt während der Planung und Durchführung von chirurgischen Resektionen darin unterstützt, eine Entscheidung bezüglich komplementärer Radiochirurgie zu treffen. Anstatt auf die Intuition zu vertrauen, ist es so möglich, die perfekte Schnittmenge beider Behandlungsmethoden zu definieren und beim Bestimmen des Umfangs der subtotalen Resektion die Balance zwischen chirurgischem Risiko und der Radiotoxizität zu finden.

  • Hilfe beim Ermitteln der optimalen Schnittmenge zwischen Chirurgie und Radiochirurgie
  • Holistische Behandlungsentscheidungen unter Berücksichtigung des Patientenrisikos
  • Neue Perspektiven zur Erhaltung der Funktionen ohne Beeinträchtigung der Tumorkontrollraten
Darstellung der Dosisverteilung des geplanten Resttumors

SIMULIERUNG UND OPTIMIERUNG DER RESTTUMORE BEI RADIOCHIRURGISCHEN EINGRIFFEN

Der Chirurg definiert zunächst den zu erwartenden Resttumor basierend auf den verfügbaren präoperativen Bildern. Durch die vollständig automatisierte Berechnung des Behandlungsplans ist eine schnelle Simulierung und Optimierung von Resttumoren möglich, um sowohl chirurgische als auch radiochirurgische Anforderungen zu erfüllen. Zusätzlich zu den verfügbaren präoperativen Bildern erhalten Ärzte somit wichtige Informationen für Besprechungen im Tumorboard.

  • Automatische Segmentierung kritischer Strukturen
  • Von Expertengruppe definierte Dosisverschreibungen und -grenzen
  • Automatische Berechnung der Behandlungspläne für Einzelfraktion-SRS, hypofraktionierte SRS und konventionell fraktionierte SRT
  • Definition eines geplanten Schnittobjekts, das in die kraniale Navigation exportiert werden kann
Automatische Berechnung von Resttumoren basierend auf intraoperativen Kontrollpunkten

INTRAOPERATIVE UPDATES ADJUVANTER RADIOCHIRURGIE-PLÄNE

Der Chirurg kann mit einer Erweiterung der bildgestützten Navigation alle Behandlungsmöglichkeiten während des Eingriffs evaluieren. Wenn Informationen zu Volumen und Lage des Resttumors vorliegen, können jederzeit während des Eingriffs radiochirurgische Durchführbarkeitsanalysen durchgeführt werden. Intraoperative Structure Update¹ berechnet Resttumore basierend auf den in der Resektionshöhle aufgenommenen Punkten und leitet diese Informationen automatisch zur Adaptive Hybrid Surgery Analysis weiter.

  • Intraoperative Punktaufnahme mit Standard-Navigationsinstrumenten
  • Vollständige Integration mit der kranialen Navigationssoftware von Brainlab
  • Automatischer Export der aktualisierten Tumorinformationen für die Elements Adaptive Hybrid Surgery Analysis
  • Export von Kontrollpunkten für die post-chirurgische Evaluierung
Intuitive Ampelanzeige für die Analyse adjuvanter Radiochirurgie

UMFASSENDE VISUALISIERUNG VON KRITISCHEN DOSISBESCHRÄNKUNGEN

Alle erforderlichen Informationen können sofort und von mehreren Personen gleichzeitig beurteilt werden. Mithilfe einer intuitiven Ampelanzeige können umfassende Informationen bezüglich Tumorabdeckung und kritischen Dosisbeschränkungen für alle drei berechneten Behandlungspläne angezeigt werden. Neurochirurgen können Pläne schneller auswerten, während Radioonkologen zusätzliche Informationen für die erweiterte Auswertung erhalten.

  • Intuitive Visualisierung für die Ergebnisinterpretation durch Neurochirurgen
  • Detaillierte Dosisinformationen für die optionale Beratung durch Radioonkologen
  • Optimiert für Curve™ Dual Display und Planungsstationen von Brainlab
  • Darstellung der gesamten Strategie für die Behandlungsbesprechung mit Patienten