Rainer Birkenbach, CEO von Brainlab, war 1994 der erste extern eingestellte Softwareingenieur des Unternehmens – ein Informatikstudent, der bei einer Hirnoperation zugesehen hatte und verstand, dass Software und Medizin zusammengehören. Heute sagt er: „Wenn beides konsequent zusammengedacht wird, entsteht etwas, das weder Chirurgie noch Neurologie allein erreichen kann.“ Im Video erklärt er, warum die Tiefe Hirnstimulation so ein überzeugendes Beispiel für diese These ist.

Die Geschichte der funktionellen Neurochirurgie ist für Rainer Birkenbach auch eine Geschichte der digitalen Transformation im Gesundheitswesen. „Es war der erste klinische Bereich, in dem Bilder nicht nur zur Diagnose eingesetzt wurden, sondern um den Eingriff zu planen: Wie komme ich von der Öffnung im Schädel zum Ziel im Gehirn?“ Diese Frage ließ ihn nicht los – schon als Student programmierte er die erste stereotaktische Planungssoftware für einen Neurochirurgen. Aus dem Universitätspraktikum wurde eine Lebensaufgabe. 

Heute, Jahrzehnte später, stellt sich dieselbe Frage, nur in einem anderen Maßstab. Bei der Tiefen Hirnstimulation müssen zwei medizinische Disziplinen zusammenarbeiten, die lange in getrennten Informationswelten operierten: Neurochirurgie und Neurologie. Die Chirurg:innen implantieren die Elektrode tief im Gehirn – die Neurolog:innen programmieren anschließend das Stimulationsfeld. Die Software von Brainlab schafft hier einen gemeinsamen Workflow für die bildgeführte Therapie: von der präoperativen Planung über den Eingriff bis zur individuellen Stimulationsprogrammierung – eine Automatisierung der Abläufe im Gesundheitswesen, die beiden Disziplinen erstmals Zugriff auf alle relevanten Daten in einem einzigen System gibt. 

„Ist es gut für die Patient:innen? Ist es gut für die Anwender:innen? Ist es gut für das Krankenhaus? Bei der Tiefen Hirnstimulation haben wir in allen drei Bereichen erhebliche Fortschritte erzielt."

Rainer Birkenbach, Chief Technology Officer, CTO, Brainlab

Der Fortschritt ist auf allen drei Ebenen greifbar. Patient:innen profitieren von einer präziseren, schonenderen Therapie. Chirurgische und neurologische Teams arbeiten endlich mit demselben vollständigen Bild. Und Krankenhäuser gewinnen durch reproduzierbare, schnelle Workflows – was im Ergebnis bedeutet: Mehr Patient:innen können behandelt werden. Für Rainer Birkenbach ist es genau die Art von Fortschritt, die er seit seinen Studientagen verfolgt: Software und Medizin – konsequent zusammengedacht. 

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