Prof. Jens Volkmann, Direktor der Neurologischen Klinik der Universitätsklinik Würzburg, und Prof. Ludvic Zrinzo, Leiter der Neurochirurgie am National Hospital for Neurology and Neurosurgery in London, befassen sich mit denselben Patient:innen – haben aber ganz unterschiedliche Aufgaben. Im Video erklären sie, wie digitale Planung und eine gemeinsame Softwareplattform ihre beiden Disziplinen zusammenbringen – und was das für die Menschen bedeutet, die mit der Tiefen Hirnstimulation therapiert werden.
Bei der Tiefen Hirnstimulation werden Bereiche von nur wenigen Kubikmillimetern tief im Gehirn mit sanftem Strom stimuliert – über ein implantiertes Gerät, das manchmal auch „Hirnschrittmacher“ genannt wird. Ziel ist es, die Hirnaktivität bei Erkrankungen wie Parkinson und Epilepsie zu regulieren. Die Aufgabe der Neurochirurg:innen ist die exakte Platzierung der Elektroden. Die Aufgabe der Neurolog:innen ist es, das von den Elektroden ausgehende Stimulationsfeld zu programmieren. Beide Aufgaben setzen dasselbe voraus: eine exakte 3D-Darstellung der individuellen Hirnanatomie der jeweiligen erkrankten Person.
„Die Brainlab Software verbindet die Welt der Neurochirurgie und die Welt der Neurologie nahtlos miteinander. Und genau dieser nahtlose Workflow verbessert die Erfahrung der Patient:innen ganz erheblich."

Eine gemeinsame Softwareplattform – das Ergebnis einer strategischen Zusammenarbeit von Brainlab und Boston Scientific – gibt heute dem neurologischen Fachpersonalexakt das Bild, das die chirurgischen Teams im OP genutzt haben, einschließlich der Position der Elektrode im Gehirn der jeweiligen Patient:innen. Diese Präzision macht die Tiefe Hirnstimulation im Schlaf möglich, durchgeführt unter Vollnarkose, was die Ängste der behandelten Menschen deutlich reduziert, ohne die chirurgische Genauigkeit zu beeinträchtigen. Auf dieser Basis berechnen Modelle das optimale Stimulationsvolumen, noch bevor der erste Programmierversuch an den Patient:innen beginnt. Die Programmierzeit sinkt erheblich – die Belastung für die Personen mit neurologischen Erkrankungen auch.
„Heutzutage haben wir segmentierte Elektroden mit bis zu 16 Kontakten. Das erhöht die Komplexität der Programmierung – erlaubt uns aber auch, nahezu jeden Bereich des Gehirns mit Submillimeter-Präzision rund um die Elektrode zu stimulieren."

Wie dieser gemeinsame Workflow in der klinischen Praxis aussieht – und wie beide Disziplinen gemeinsam entscheiden, wer von der Tiefen Hirnstimulation profitiert, das erklären Volkmann und Zrinzo im Video.
Die Aussage der medizinischen Fachkraft stellt ihre persönliche Meinung und Erfahrung dar. Diese Aussage wird möglicherweise nicht durch wissenschaftliche Evidenz oder peer-reviewte Forschung gestützt. Für verifizierte Informationen über das Produkt konsultieren Sie bitte die offizielle Dokumentation oder einschlägige klinische Leitlinien.


